Trauermantel.de

Wissenschaftliche Namen

Bei der Entscheidung über die Auswahl der wissenschaftlichen Namen von Tagfaltern folgte bei mir anfänglicher Naivität ("Wo ist das Problem...?") zuerst einmal Orientierungslosigkeit ("...???"), dann eine Sensibilisierung mit der grundsätzlichen Problematik und schließlich die Qual der Wahl. Die Entscheidung fiel dann weniger aus Überzeugung (wofür mein Sachverstand auch gar nicht ausreicht), sondern vielmehr aus pragmatischen Beweggründen (für irgendwas muss man sich halt entscheiden).

Die von mir verwendeten Bezeichnungen von Gattung und Art aufgeführter Tagfalter sind identisch mit denen von Günter Ebert und Erwin Rennwald aus Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter IEbert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I. Diese orientieren sich an Patrice Leraut aus Leraut, 1980 - Liste systématique et synonymique des Lépidoptères de France, Belgique et Corse.Leraut, 1980 - Liste systématique et synonymique des Lépidoptères de France, Belgique et Corse. (siehe auch /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifTaxonomische Klassifikation des Trauermantels).

Innerhalb der Seiten von Trauermantel.de werden als Name eines Schmetterlings soweit möglich ein bekannter verbreiteter umgangssprachlicher Name verwendet. Aufgrund der Nicht-Eindeutigkeit und Vielfachheit dieser Namen wird nach Überfahren diese Namens mit dem Mauscursor zusätzlich in eckigen Klammern ggf. weitere umgangssprachliche Namen, sowie der wissenschaftliche Name angezeigt.

Beispiel:

Trauermantel --- beim Überfahren mit dem Mauscursor wird "Trauermantel (Nymphalis antiopa)" angezeigt.

Gibt es keinen verbreiteten umgangssprachlichen Namen, so wird nur der wissenschaftliche Name aufgeführt.

Beispiel:

Nymphalis cyanomelas

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Benennungsregeln

Die von WikipediaCarl von Linné (1707-1778) eingeführte Kombination von lateinisiertem Gattungs- und Artnamen wird als Binomen bzw. binäre oder binominale Nomenklatur bezeichnet.

Der Gattungsname wird immer groß, der Artname (bzw. das Beiwort) immer klein geschrieben.

Einer vollständigen Bezeichnung einer Art folgt der Name des Erstbeschreibers (oder eine Abkürzung seines Namens), sowie durch ein Komma getrennt das Jahr der Veröffentlichung der Beschreibung. Sind der Name des Erstbeschreibers und das Datum in Klammern eingefasst, so ist die ursprüngliche Gattungszuordnung des Erstbeschreibers abgeändert worden.

Beispiel:

Nymphalis antiopa (Linnaeus, 1758)
  • Nymphalis = Gattung
  • antiopa = Art
  • Linnaeus = Erstbeschreiber
  • 1758 = Jahr der Veröffentlichung
  • ( ) = Gattungszuordnung wurde geändert

Formen oder echte Unterarten werden durch einen zusätzlichen dem Artnamen folgenden Namen benannt. Der gesamte Name wird dann als Trinomen bezeichnet. Für gewöhnlich folgt danach der (ggf. abgekürzte) Name des erstmaligen Beschreibers, unter Umständen gefolgt von der Jahreszahl der Veröffentlichung der Beschreibung.

Zwischen Artname und Form/Unterartname kann noch ein zusätzliches Kürzel zur Kennzeichnung des Typs stehen, z.B.:

 

Beispiel:

Vanessa antiopa ab. roederi Stdf
  • Vanessa = Gattung
  • antiopa = Art
  • ab. = Aberration
  • roederi = Name der Form/Unterart
  • Stdf = Abkürzung des Beschreibers (hier: Standfuss)

Zur Verdeutlichung, dass es sich um die Stammform (Nominatform oder Nominatunterart) handelt, wird als Unterartname der Artname eingesetzt.

Beispiel:

Nymphalis antiopa antiopa (Linnaeus, 1758)
  • Nymphalis = Gattung
  • antiopa = Art
  • antiopa = Name der Unterart
  • Linnaeus = Erstbeschreiber
  • 1758 = Jahr der Veröffentlichung
  • ( ) = Gattungszuordnung wurde geändert

Bei Präparationen ist der Fänger des Exemplars hinter der Abkürzung leg. (lat. legit = "hat gesammelt") angegeben.

Beispiel:

Nymphalis antiopa ssp. hyperborea (leg. Norbert Kondla)
  • Nymphalis = Gattung
  • antiopa = Art
  • hyperborea = Name der Unterart
  • Norbert Kondla = Fänger des Exemplars
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