Trauermantel.de

Entwicklung des Trauermantels

Lebenszyklus

Stadien des Trauermantels; Stadien des Trauermantels (Falter, Ei, Raupe, Puppe).

Der Trauermantel ist in Deutschland bzw. Europa einbrütig, in Amerika je nach Gebiet einbrütig oder zweibrütig (siehe auch /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifEntwicklung des Trauermantels: Zeitdauer des Falter-Stadiums).

Ein einbrütiger Trauermantel verbringt im Mittel 19 Tage als Ei, 45 Tage als Raupe (zwischen 32 und 50 Tagen), 17 Tage als Puppe (zwischen 12 und 22 Tagen) und 300 Tage als Falter (zwischen 280 und 320 Tagen) Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands.

Lebensdauer des einbrütigen Trauermantels in Tagen (ca.)
Ei | Raupe | Puppe | Falter
19 45 17 300
Lebenszyklus des einbrütigen Trauermantels (ca.)
Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Falter seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretengelegentliches Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenseltenes Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Ei kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Raupe kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Puppe kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Falter kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenseltenes Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten gelegentliches Auftretengelegentliches Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten
Lebenszyklus des zweibrütigen Trauermantels (ca.)
Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Falter (2. Gen.) seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten seltenes Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Ei (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Raupe (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Puppe (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Falter (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Ei (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Raupe (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Puppe (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Falter (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenseltenes Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten
Zeitdauer des Falter-Stadiums

Europa

Die Lebensdauer des einbrütigen Trauermantel-Falters beträgt im Mittel 300 Tage (zwischen 280 und 320 Tagen) - also 43 Wochen Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands. Einen Großteil dieser Zeit verbringt der Falter jedoch in Sommer- oder Winterruhe (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels: Sommerruhe und /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels: Überwinterung).

Einschub

Für gewöhnlich ist einem der Puppe entschlüpften Tagfalter nur eine kurze Lebensdauer vergönnt. Das Gros der Falter wird nur zwischen 2 und 3 Wochen alt. Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Verteilung der durchschnittlichen Lebensdauer der in Deutschland vorkommenden Tagfalter (aus Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands[Settele et al., 1999]):

Lebensdauer im Falter-Stadium
1 Woche 7%
2 Wochen 39%
3 Wochen 30%
4 Wochen 10%
5 Wochen 7%
6 Wochen 1%
14 Wochen 1%
15 Wochen 1%
37 Wochen 1%
43 Wochen 1%
46 Wochen 2%
49 Wochen 1%

In Deutschland schlüpft der Trauermantel etwa Mitte Juli bis August. Der genaue Schlupfzeitpunkt hängt u.a. von der Höhe der Gebiets ab, in dem der Falter seine Präimaginalstadien durchlebt: Falter in niedrigeren Lagen schlüpfen für gewöhnlich zu einem früheren Zeitpunkt, als Falter in höheren Lagen. Existieren zum Schlupfzeitpunkt ungünstige Wetterbedingungen, so können die Falter durchaus einige Wochen ohne Nahrungsaufnahme auf einen geeigneten Ausflugzeitpunkt warten Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae).

Der Trauermantel fliegt nach dem Schlupf nur für einen kurzen Zeitraum, denn schon bald sucht er ein Ruhequartier auf, um eine länger andauernde Sommerruhe zu halten (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels: Sommerruhe). Direkt vor oder nach dieser Ruhephase streift er oft weit umher Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz und wandert unter Umständen auch in entferntere Gebiete ab Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae).

Etwa mit Beginn des Herbstes kommt es zu einer Phase erneuter Flugaktivität, in welcher der Falter Energiereserven für die bevorstehende Überwinterung aufbaut. In dieser Zeit lassen sich die Falter gerne auf sonnigen Plätzen nieder um mit ausgebreiteten Flügeln zu sonnen Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Nach der Überwinterung fliegt der Trauermantel wieder bis zur Paarung (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifEntwicklung des Trauermantels: Vermehrung), die etwa Anfang Juni stattfindet.

Amerika

In den USA gilt der Trauermantel als Frühlingsbote ("harbinger of spring"): Schon im Februar kann er bei Flügen über noch verschneitem Gebiet angetroffen werden. Seine Körpertemperatur kann er durch "isometrisches Zittern/Schütteln" (Schüttelfrost - "isometric shivering") um bis zu 15 Grad über der Umgebungstemperatur erhöhen (Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide mit Verweis auf Quelle: Douglas, 1987 - The Lives of Butterflies).

Die Flugzeiten des Trauermantels hängen davon ab, ob der Falter in der Region einbrütig oder zweibrütig ist. Die Anzahl der Generationen werden durch den Breitengrad und/oder der Höhe des Gebiets bestimmt Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide.

Der Trauermantel ist einbrütig
  • im Norden Amerikas und in Gebirgsregionen Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
  • in den Bergen der WikipediaSierra Nevada Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States mit Referenz auf (Emmel & Emmel, 1962)
  • im Norden und Süden WikipediaNew Hampshires Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing
  • in Zentral und Nord- WikipediaNeuengland Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing
Der Trauermantel ist zweibrütig
Der Trauermantel ist dreibrütig
  • vermutlich im Valley Migratory Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Trauermantel ssp. lintnerii und Polygonia interrogationis; Der 3. Mai 2012 war ein bedeutsamer Tag. Ein erster Einwanderungsstrom von Polygonia interrogationis (Engl.: Question Mark) erfolgte bereits Mitte April. Aber am 2. Mai kam es zu einer weiteren sehr großen Einwanderungswelle, die die Landfläche Ontarios im äußersten Südwesten erreichte, insbesondere am Point Pelee. Beteiligt waren auch Trauermäntel ssp. lintnerii und in gewaltiger Anzahl sehr große, sehr dunkle Polygonia interrogationis. Offensichtlich erreichten die Falter an ihrem zweiten Tag in Kanada den High Parc in Toronto. Der High Parc ist etwa 1,6 * 1 km groß und wird von der Stadt umschlossen. Er ist aber nahe genug am Ontariosee, so dass sich häufig ungewohnte Einwanderer einfinden. Für die Einwohner Torontos ist dies der beste Platz zur Schmetterlingsbeobachtung.; Foto: Bob Yukich; Toronto, Ontario, Kanada (03. Mai 2012)

Falter mit einer Generation fliegen in etwa von Juli bis zum Juni des folgenden Jahres Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide.

Falter mit zwei Generationen fliegen in etwa von Juni bis August und von August bis Mai des folgenden Jahres Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide. So beginnt beispielsweise bei den zweibrütigen Faltern in WikipediaWisconsin/USA die erste Generation Ende Juni bis Mitte Juli. Die zweite Generation hat ihren Anfang zwischen Ende August und Ende Oktober Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States.

Die erste Generation der zweibrütigen Falter aus Zentral- und Süd- WikipediaNeuengland erscheint im Juli. Die zweite Generation Falter folgt im frühen September Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Nachdem die Falter geschlüpft sind, fliegen sie einige Tage und ziehen sich dann in kalte Wälder zurück, um eine Sommerruhe zu halten Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels: Sommerruhe).

Allen M. Young untersuchte in WikipediaWisconsin über einen Zeitraum von mehreren Jahren die dort zweibrütigen Trauermäntel und kam zu folgenden Erkenntnissen: Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States

Die Paarung der Falter findet etwa 48 Stunden nach dem Schlupf statt. Danach oder spätestens während der folgenden Überwinterung sterben die Männchen ab. Nur die in der Regel eiablagebereiten Weibchen erleben das folgende Frühjahr. Nachdem die Weibchen ihr Überwinterungsversteck verlassen haben, legen sie einige Wochen später an den frisch austreibenden Pflanzen ihre Eier ab. Die Falter haben eine Tagesflugzeit von ca. 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr und sind auch schon bei Temperaturen von 12-16 Grad Celsius anzutreffen. Für die zweite Generation sind die Verhältnisse ungleich schwieriger, als für die erste Generation. Die bestimmenden Faktoren sind hier Temperatur, Nahrungsangebot und Feinde. Young schließt daraus, dass Falter der zweiten Generation tendenziell sesshafter sind.

Ist der Falter in Europa oder Asien auch zweibrütig? Wenn ja, wo?
Populationen

Zwei Trauermäntel an einer blutenden Hänge-Birke; Foto: Gerd Lintzmeyer; Zeitzer Forst, Sachsen-Anhalt, Deutschland (Juli 2003)

Die Populationsdichte liegt in den Vorkommensgebieten statistisch zwischen einem Falter pro Hektar und sechs Faltern pro Quadratkilometer Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands.

Die Populationsgrößen des Trauermantels unterliegen mehr oder weniger zyklischen Populationsschwankungen. Es kommt immer wieder in einzelnen Gebieten zu Populationsexplosionen, wo hingegen die Populationen anderer Gebiete extrem zurück gehen oder sogar vollständig erlöschen können.

Ist die Verteilung aggregiert, uniform oder zufällig? Vermutung: aggregiert, d.h. lokale Anhäufungen der Falter
Vermehrung

Die Weibchen halten sich häufig versteckt Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae) oder fliegen ohne Bindung an ein Revier umher.

Ein Weibchen zeigt einem Männchen seine Kopulationsbereitschaft, indem es mit den Flügeln kurz und intensiv flattert Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I.

Trauermantel auf einem lichten Waldweg bei der Copulation; Foto: Rüdiger Böhme; Glietz, Märkische Heide, Brandenburg, Deutschland (01. April 2008, 14:00 Uhr)

Trauermantel bei der Paarung; Trauermantel bei der Paarung.; Foto: Urmas Ojango; Raudoja, Harjumaa, Estland (14. Mai 2013)

Mittag oder Frühnachmittag ist die übliche Tageszeit für die Paarung Quelle: Schricker, 1988 - Beobachtung der Balz und Paarung bei Nymphalis antiopa (LINNAEUS, 1758) im Freiland Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae).

Die am Boden statt findende Kopulation Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I dauert etwa 90 Minuten Quelle: Schricker, 1988 - Beobachtung der Balz und Paarung bei Nymphalis antiopa (LINNAEUS, 1758) im Freiland und schon bald danach beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Die Eiablage kann die in mehreren Schüben stattfinden. Nicht viel später stirbt das Weibchen.

Leben Männchen länger als Weibchen? Suchen sie mehrere Paarungspartner auf?

Zwei Trauermäntel paarend unter einem toten Baumstamm; Zwei Trauermäntel paarend unter einem toten Baumstamm im Limerick Forest.; Foto: Beatrice Laporte; Wolford-Merrickville, Ontario, Kanada (02. Juni 2013)

/PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifBeatrice Laporte entdeckte im Juni 2013 zwei Trauermäntel, die sich unüberlicherweise kopfüber unter einem toten Baumstamm paarten.

Männliche und weiblichen Falter finden visuell zusammen. Es wird vermutet, dass ein Männchen ein Weibchen erst beim Kreisflug erkennt Quelle: Hesselbarth et al., 1995 - Die Tagfalter der Türkei unter Berücksichtigung der angrenzenden Länder.

Wenn sich die Weibchen während der Balzzeit oft versteckt halten, wie finden sie dann einen Partner? Vermutung: Da sie keine Revierbindung haben, werden sie bei ihren seltenen Flügen beim Eindringen in männliche Reviere sofort von auf der Lauer liegenden Männchen identifiziert.
Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich. Wie erkennen sie das andere Geschlecht? Vermutung: Durch die Art und Weise zu fliegen. Vielleicht sind Trauermäntel auch ähnlich wie andere Tiere in der Lage, ultraviolette Farben zu sehen? Die Flügel weiblicher oder männlicher Falter könnten sich im ultravioletten Licht unterscheiden. Siehe hierzu /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifSpektrum der Wissenschaft 01/2007: Vögel sehen die Welt bunter.
Wird der Prozess des Findens zwischen Männchen und Weibchen durch Pheromone unterstützt? Vermutung: Eher nein, da dies zwar bei Nachtfaltern verbreitet, bei Tagfaltern aber äußerst selten ist
Gibt es typische Balzplätze?
Eiablage

Der weibliche Trauermantel legt die Eier als zusammenhängendes Gelege ab. Die Eier werden in regelmäßigen Reihen direkt nebeneinander liegend um einen Zweig herum abgelegt. Dabei umschließen die Eier den Zweig in Gänze oder fast in Gänze. Ein passender Zweig wird vorher durch Abtasten mit dem Abdomen sorgsam ausgesucht. Das Ablegen eines einzelnen Eis dauert zwischen 12 und 20 Sekunden. Amerikanische Falter legen in der zweiten Generation - wenn die Bäume bereits über Blätter verfügen - in seltenen Fällen die Eier auch auf der Unterseite eines Blatts ab. Es werden zwischen einem Dutzend und über Hundert Eier zusammen abgelegt. Abhängig von den vorliegenden Temperaturen schlüpfen nach 12 bis 16 Tagen die Räupchen aus den Eiern. Quelle: Scudder, 1899 - Every-day Butterflies: A Group of Biographies

Schlupf

Vier frisch geschlüpfte Trauermäntel (Zuchtaufnahme); Die gezüchteten Falter entstanden aus bei Bad Tölz gefundenen Raupen.; Foto: Franz Prelicz; Landsberg am Lech, Bayern, Deutschland (24. Juli 2016, 09:40 Uhr)

Die Flügel des geschlüpften Falters sind zuerst sehr klein, aber Körper, Fühler und Beine sind bereits in voller Größe ausgebildet Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Mit Hilfe der Beine klammert sich der Falter an die leere Puppenhülle und die Flügel werden bis zu ihrer endgültigen Größe ausgedehnt. Dafür sucht der Falter eine Position, in der die Flügel nach unten hängen gelassen werden können. Dann sondert der frische Falter eine blutähnliche rote Flüssigkeit ab, das sog. Mekonium Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion. Schließlich bewegt sich der Falter von der Puppenhülle zu einem anderen Ruheplatz fort und verbleibt dort für eine halbe Stunde oder länger.

Schlüpfender Trauermantel (Zuchtaufnahme); Foto: Dieter Stüning; Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (ca. 1995)

Gegen Ende dieser Phase werden die Flügelmuskeln erstmalig ausprobiert und dann fliegt der Falter fort Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing, "so gut, als wenn er wer weiß wie lange, schon geflogen wäre." Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion.

Zu welcher Tageszeit schlüpfen die Falter für gewöhnlich?