Trauermantel.de

Lebenszyklus

Stadien des Trauermantels; Stadien des Trauermantels (Falter, Ei, Raupe, Puppe).

Der Trauermantel ist in Deutschland bzw. Europa einbrütig, in Amerika je nach Gebiet einbrütig oder zweibrütig.

Ein einbrütiger Trauermantel verbringt im Mittel 19 Tage als Ei, 45 Tage als Raupe (zwischen 32 und 50 Tagen), 17 Tage als Puppe (zwischen 12 und 22 Tagen) und 300 Tage als Falter (zwischen 280 und 320 Tagen) Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands.

Lebensdauer des einbrütigen Trauermantels in Tagen (ca.)
Ei | Raupe | Puppe | Falter
19 45 17 300
Lebenszyklus des einbrütigen Trauermantels (ca.)
Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Falter seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretengelegentliches Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenseltenes Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Ei kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Raupe kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Puppe kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Falter kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenseltenes Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten gelegentliches Auftretengelegentliches Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten
Lebenszyklus des zweibrütigen Trauermantels (ca.)
Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Falter (2. Gen.) seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten seltenes Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Ei (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Raupe (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Puppe (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Falter (1. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Ei (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Raupe (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretengelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretengelegentliches Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Puppe (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten gelegentliches Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten gelegentliches Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten
Falter (2. Gen.) kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenkein Auftretenkein Auftreten kein Auftretenseltenes Auftretengelegentliches Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftreten regelmäßiges Auftretenregelmäßiges Auftretengelegentliches Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten seltenes Auftretenseltenes Auftretenseltenes Auftreten
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Eiablageplatz

Die Biotope, in denen die Paarung stattfindet und die Biotope, in denen die Eier abgelegt werden, können verschieden sein Quelle: Roer, 1981 - Massenwechsel-Untersuchungen an einer Südosteuropäischen Population von Nymphalis antiopa (Lep.: Nymphalidae). Während Erstere auf den Nahrungserwerb und das Finden eines Partners ausgerichtet sind, werden die Eier verständlicherweise in Biotopen abgelegt, in denen die Futterpflanzen der Raupen vorkommen.

Doch die Wirtspflanze alleine macht ein Biotop für die Eiablage noch nicht attraktiv. Zusätzlich spielen weitere Faktoren wie klimatische oder geomorphologische Bedingungen eine wichtige Rolle.

So werden bevorzugt Pflanzen an kühleren, feuchteren Stellen ausgewählt (z.B. nordwest exponierte Hänge oder kühle Wiesentäler mit Flüssen oder Bächen). Die Pflanzen sind zumeist abgesetzt vom Waldmantel oder stehen einzeln im Grünland Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz oder an Wassergräben Quelle: Roer, 1981 - Massenwechsel-Untersuchungen an einer Südosteuropäischen Population von Nymphalis antiopa (Lep.: Nymphalidae).

Eispiegel des Trauermantels (ssp. hyperborea) an Amerikanischer Ulme (Zuchtaufnahme); Foto: Joseph Belicek; Edmonton, Alberta, Kanada (15. Mai 2006)

Eispiegel des Trauermantels (ssp. hyperborea) an Amerikanischer Ulme (Zuchtaufnahme); Foto: Joseph Belicek; Edmonton, Alberta, Kanada (15. Mai 2006)

In der Türkei bevorzugt das Weibchen zur Eiablage untere Zweige, die der Sonne abgewandt sind und über das Wasser eines Bachs oder Flusses ragen Quelle: Hesselbarth et al., 1995 - Die Tagfalter der Türkei unter Berücksichtigung der angrenzenden Länder.

Einschub

Auf die Gründe für die unterschiedliche Strategie bei der Eiablage hat mich Jürgen Hensle aufmerksam gemacht (Quelle: Jürgen Hensle, pers. comm., 2006):

Das Ablegen von Eiern an luftfeucht-kühlen Stellen wird dadurch begründet, dass die Raupe unter intensiver, aber nicht zu heißer Sonneneinstrahlung besonders gut gedeiht. Dieses Verhalten wird durch trocken-warme Sommer in Gebieten mit kontinentalem Klima motiviert.

Ob ein Weibchen im Schatten oder in der Sonne ablegt, scheint abhängig vom Lokalklima und der Wetterlage zum Zeitpunkt der Ablage zu sein.

Unter kühl-feuchten Bedingungen legt es eher auf der Sonnenseite, unter trocken-warmen eher im Schatten eines Busches ab. Daher findet man die Raupen in Mittel- und Nordeuopa meist in der Sonne, in Südeuropa oder z.B. auch in der Türkei, eher im Schatten. Generell wird aber vorzugsweise in kühl-feuchter Lage, z.B. über einem Bach abgelegt.

Eispiegel des Trauermantels (ssp. hyperborea) an Amerikanischer Ulme (Zuchtaufnahme); Foto: Joseph Belicek; Edmonton, Alberta, Kanada (15. Mai 2006)

Ein weiblicher Falter legt die Eier in Gelegen zumeist auf dünnen Zweigen der Futterpflanze ab. Dabei werden Gruppen von 20 bis über 200 Eier manschettenartig abgelegt, nur selten werden die Eier auch direkt auf die Blätter der Futterpflanze platziert Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide. Während das Weibchen die Eier ablegt, sind die Flügel ausgebreitet, Körper und Abdomen werden zur Positionierung der Eier verschoben Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

WikipediaEugen Johann Christoph Esper (1742-1810) schreibt in Quelle: Esper, 1777 - Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur[Esper, 1777]:

"Die Raupe des Zweyfalters gehört unter die grössesten der dornigen, welche wir haben. Sie kommt aus Eyerchen, welche der weibliche Schmetterling sehr gedrängt, an die kleinen Aeste der Weide legt."
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Eiablage

Der weibliche Trauermantel legt die Eier als zusammenhängendes Gelege ab. Die Eier werden in regelmäßigen Reihen direkt nebeneinander liegend um einen Zweig herum abgelegt. Dabei umschließen die Eier den Zweig in Gänze oder fast in Gänze. Ein passender Zweig wird vorher durch Abtasten mit dem Abdomen sorgsam ausgesucht. Das Ablegen eines einzelnen Eis dauert zwischen 12 und 20 Sekunden. Amerikanische Falter legen in der zweiten Generation - wenn die Bäume bereits über Blätter verfügen - in seltenen Fällen die Eier auch auf der Unterseite eines Blatts ab. Es werden zwischen einem Dutzend und über Hundert Eier zusammen abgelegt. Abhängig von den vorliegenden Temperaturen schlüpfen nach 12 bis 16 Tagen die Räupchen aus den Eiern. Quelle: Scudder, 1899 - Every-day Butterflies: A Group of Biographies

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Lebensraum der Raupe

Die Raupenfutterpflanzen des Trauermantels finden sich an Gewässserrändern, Waldsäumen, Weichholzauen und Hecken Quelle: Moucha/Vancura, 1973 - Schmetterlinge TagfalterQuelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter DeutschlandsQuelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1. U.a. in Baden-Würtemberg stehen sie gewöhnlich voll besonnt, z.B. an breiten Waldwegen, in Steinbrüchen oder als Einzelbäume/-büsche an Wiesen- oder Grabenrändern Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I. Hans-Josef Weidemann (1944-1996) sieht "besonnte, inmitten von Wiesen, gern an Bachufern stehende Salweiden" als bevorzugt gewählte Futterpflanzen Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz. In Baden-Würtemberg scheint es in höheren Lagen eine Fokussierung auf Salweide und Ohr-Weide, in niedrigeren Lagen auf Hänge-Birke zu geben Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I.

Die Raupennester finden sich für gewöhnlich in den oberen Regionen der Futterpflanzen Quelle: Harris, 1766 - The Aurelian.

In Nordamerika wurde ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Falter und der Futterpflanzen der Raupen festgestellt: In Gebieten, in denen der Falter häufig vorkommt, dienen bevorzugt Ulmen als Futterpflanze - weswegen die Raupen dort auch Spiny Elm caterpillars (Deutsch: Stachelige Ulmenraupen) genannt wurden. In Gebieten, in denen der Falter weniger häufig ist, bevorzugen die Raupen Weide, Pappel und Ulme Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Nach Verpuppungsplätzen suchende Raupen werden bisweilen bei ihren Wanderungen über Waldparkplätzen oder Straßen tot getreten oder tot gefahren Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I.

Fraßspuren von Trauermantel-Raupen an Weide; Foto: Dietmar J. Baumgartner; Treffen bei Villach, Kärtnen, Österreich (12. Juli 2005)

Trauermantel Raupenkolonie an kahl gefressenem Ast. Eine zweite Kolonie befindet sich höher im Baum.; Foto: Dietmar J. Baumgartner; Treffen bei Villach, Kärtnen, Österreich (12. Juli 2005)

Trauermantel Raupen an Weide; Foto: Dietmar J. Baumgartner; Treffen bei Villach, Kärtnen, Österreich (12. Juli 2005)

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Nahrung der Raupe

Die folgenden Raupenfutterpflanzen der polyphagen Raupe des Trauermantels finden sich in der Literatur:

Weidengewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Salix ssp. Europa, Südosteuropa, Griechenland, Griechenland/Mazedonien, Türkei, Südtirol, Schweiz, Deutschland, Südwest-Deutschland, Deutschland/Rheinland-Pfalz, Nordamerika, British Columbia, Alaska, Kalifornien, Wisconsin Quelle: Geoffroy, 1762 - Histoire abregée des insectes, Quelle: Harris, 1766 - The Aurelian, Quelle: Esper, 1777 - Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur, Quelle: Borkhausen, 1788 - Naturgeschichte der Europäischen Schmetterlinge, Quelle: Donovan, 1794 - The Natural History of British Insects, Quelle: Duncan, 1835 - The Natural History of British Butterflies, Quelle: Herrisch-Schäffer, 1843 - Systematische Bearbeitung der Schmetterlinge von Europa, Quelle: Adams, 1854 - Beautiful Butterflies: The British Species described and illustrated with an introductory chapter containing the History of a Butterfly through all its changes and transformations, Quelle: Koch, 1856 - Die Schmetterlinge des Südwestlichen Deutschlands, Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I, Quelle: Hofmann, 1894 - Die Großschmetterlinge Europas, Quelle: Standfuss, 1896 - Handbuch der paläarkitischen Gross-Schmetterlinge für Forscher und Sammler, Quelle: Scudder, 1899 - Every-day Butterflies: A Group of Biographies, Quelle: Seitz, 1909 - Die Gross-Schmetterlinge der Erde: Eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Groß-Schmetterlinge, Quelle: Vorbrodt, 1928 - Die Schmetterlinge von Zermatt, Quelle: Rahn, 1969 - Gregarious Habit of Chrysalids of Nymphalis antiopa (Nymphalidae), Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae), Quelle: Moucha/Vancura, 1973 - Schmetterlinge Tagfalter, Quelle: Roer, 1981 - Massenwechsel-Untersuchungen an einer Südosteuropäischen Population von Nymphalis antiopa (Lep.: Nymphalidae), Quelle: Shapiro, 1981a - Phenotypic Plasticity in Temperate and Subarctic Nymphalis antiopa (Nymphalidae): Evidence for Adaptive Canalization, Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz ("schmalblättrige Weidenarten") Quelle: Strann/Nilssen/Straumfors, 1995 - Invasion of Camberwell Beauty Nymphalis antiopa L. and Red Admiral Vanessa atalanta L. (Lepidoptera: Nymphalidae) in North Norway, Quelle: Hesselbarth et al., 1995 - Die Tagfalter der Türkei unter Berücksichtigung der angrenzenden Länder, Quelle: Pamperis, 1997 - The butterflies of Greece, Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands, Quelle: Scheel, 2004 - Eine gelungene Zufallszucht von Vanessa antiopa /Trauermantel, Quelle: Guppy/Shepard  , 2001 - Butterflies of British Columbia - Including Western Alberta, Southern Yukon, the Alaska Panhandle, Washington, Northern Oregon, Northern Idaho, and Northwestern Montana, Quelle: Huemer, 2004 - Die Tagfalter Südtirols, Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide, Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1, Quelle: Bühler-Cortesi, 2009 - Schmetterlinge - Tagfalter der Schweiz
Silberweide Europa, Griechenland/Mazedonien, Türkei Quelle: Furneaux, 1894 - Butterflies and Moths (British), Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae), Quelle: Hesselbarth et al., 1995 - Die Tagfalter der Türkei unter Berücksichtigung der angrenzenden Länder, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Quelle: Lafranchis, 2000 - Les Papillons de jour de France, Belgique et Luxembourg et leurs chenilles
Peachleaf-Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Schlucht-Weide Deutschland/Baden-Würtemberg Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I ("eventuell im Feldberggebiet")
Ohr-Weide Europa, Deutschland/Baden-Würtemberg, Deutschland/Schleswig-Holstein, Deutschland/Rheinland-Pfalz Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1
Echte Trauerweide Nordamerika, Mexiko, Deutschland/Rheinland-Pfalz Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide, Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1 (Referenz auf Tillmann), Quelle: Ramos-Elorduy et al., 2011 - Edible Lepidoptera in Mexico: Geographic distribution, ethnicity, economic and nutritional importance for rural people
Bebb-Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Salbei-Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Salweide Europa, Deutschland, Mitteldeutschland, Deutschland/Baden-Würtemberg, Deutschland/Schleswig-Holstein, Deutschland/Rheinland-Pfalz, Frankreich Quelle: Esper, 1777 - Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur, Quelle: Bergmann, 1952 - Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands, Quelle: Danesch/Dierl, 1965 - Schmetterlinge I, Tagfalter, Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz ("gern an Bachufern stehende"), Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Quelle: Lafranchis, 2000 - Les Papillons de jour de France, Belgique et Luxembourg et leurs chenilles, Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1 (Referenz auf Quelle: De Lattin et al., 1957 - Die Lepidopterenfauna der Pfalz; erster Teil: Die Tagfalter der Pfalz und Quelle: Föhst/Broszkus, 1992 - Beiträge zur Kenntnis der Schmetterlingsfauna (Insecta: Lepidoptera) des Hunsrück-Nahe-Gebietes (BRD, Rheinland-Pfalz))
Grau-Weide Europa, Deutschland/Rheinland-Pfalz Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I (Referenz auf Mei...), Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1 (u.a. mit Referenz auf Tillmann)
Pussy-Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Lavendel-Weide Frankreich Quelle: Lafranchis, 2000 - Les Papillons de jour de France, Belgique et Luxembourg et leurs chenilles
Kojoten-Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Bruch-Weide Mitteldeutschland, (Zucht) Quelle: Bergmann, 1952 - Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands, Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I (Referenz auf Hans-Josef Weidemann 1980)
Jepsons-Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Pazifikweide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Gelbe Weide (Zucht) Quelle: Rahn, 1969 - Gregarious Habit of Chrysalids of Nymphalis antiopa (Nymphalidae)
Sandbar-Weide Nordamerika, (Zucht) Quelle: Rahn, 1969 - Gregarious Habit of Chrysalids of Nymphalis antiopa (Nymphalidae), Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Gelbe Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Amerikanische Schwarz-Weide Nordamerika Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I (Referenz auf Abbot), Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States, Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Lorbeer-Weide Europa, Wien Quelle: Denis/Schiffermüller, 1776 - Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend, Quelle: Ochsenheimer, 1807 - Die Schmetterlinge von Europa
Purpur-Weide Frankreich Quelle: Lafranchis, 2000 - Les Papillons de jour de France, Belgique et Luxembourg et leurs chenilles
Seidige Weide Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Mandelweide Europa, Wien Quelle: Denis/Schiffermüller, 1776 - Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend, Quelle: Ochsenheimer, 1807 - Die Schmetterlinge von Europa
Korb-Weide Europa, Südwest-Deutschland Quelle: Koch, 1856 - Die Schmetterlinge des Südwestlichen Deutschlands, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas
Populus ssp. Europa, Nordamerika Quelle: Borkhausen, 1788 - Naturgeschichte der Europäischen Schmetterlinge, Quelle: Duncan, 1835 - The Natural History of British Butterflies, Quelle: Herrisch-Schäffer, 1843 - Systematische Bearbeitung der Schmetterlinge von Europa, Quelle: Adams, 1854 - Beautiful Butterflies: The British Species described and illustrated with an introductory chapter containing the History of a Butterfly through all its changes and transformations, Quelle: Standfuss, 1896 - Handbuch der paläarkitischen Gross-Schmetterlinge für Forscher und Sammler, Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I, Quelle: Scudder, 1899 - Every-day Butterflies: A Group of Biographies, Quelle: Seitz, 1909 - Die Gross-Schmetterlinge der Erde: Eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Groß-Schmetterlinge, Quelle: Moucha/Vancura, 1973 - Schmetterlinge Tagfalter, Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide
Silber-Pappel Europa Quelle: Borkhausen, 1788 - Naturgeschichte der Europäischen Schmetterlinge ("Belle"), Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas
Balsam-Pappel Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Kanadische Schwarz-Pappel Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide, Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide
Kanada-Pappel Nordamerika Quelle: Felt, 1899 - Report on the Injurious and Other Insects of the State of New York (Referenz auf J. M. Dolph), Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Balsampappel Nordamerika Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I, Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Grosszähnige Pappel Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Echte Schwarz-Pappel Europa, Frankreich Quelle: Ochsenheimer, 1807 - Die Schmetterlinge von Europa, Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Quelle: Lafranchis, 2000 - Les Papillons de jour de France, Belgique et Luxembourg et leurs chenilles
Italienische Pappel Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas
Zitter-Pappel Europa, Skandinavien, Südwest-Deutschland Quelle: Borkhausen, 1788 - Naturgeschichte der Europäischen Schmetterlinge, Quelle: Ochsenheimer, 1807 - Die Schmetterlinge von Europa, Quelle: Koch, 1856 - Die Schmetterlinge des Südwestlichen Deutschlands, Quelle: Bergmann, 1952 - Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands, Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz, Quelle: Tolman/Lewington, 1998 - Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas
Amerikanische Zitterpappel Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Westliche Balsampappel Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Birkengewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Betula ssp. Europa, Mitteleuropa, Deutschland, Südwest-Deutschland, Deutschland/Rheinland-Pfalz, Südtirol, Schweiz, Britische Inseln, Nordamerika Quelle: Geoffroy, 1762 - Histoire abregée des insectes, Quelle: Borkhausen, 1788 - Naturgeschichte der Europäischen Schmetterlinge, Quelle: Duncan, 1835 - The Natural History of British Butterflies, Quelle: Herrisch-Schäffer, 1843 - Systematische Bearbeitung der Schmetterlinge von Europa, Quelle: Adams, 1854 - Beautiful Butterflies: The British Species described and illustrated with an introductory chapter containing the History of a Butterfly through all its changes and transformations, Quelle: Koch, 1856 - Die Schmetterlinge des Südwestlichen Deutschlands, Quelle: Hofmann, 1894 - Die Großschmetterlinge Europas, Quelle: Standfuss, 1896 - Handbuch der paläarkitischen Gross-Schmetterlinge für Forscher und Sammler, Quelle: Seitz, 1909 - Die Gross-Schmetterlinge der Erde: Eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Groß-Schmetterlinge, Quelle: Vorbrodt, 1928 - Die Schmetterlinge von Zermatt, Quelle: Moucha/Vancura, 1973 - Schmetterlinge Tagfalter, Quelle: Roer, 1981 - Massenwechsel-Untersuchungen an einer Südosteuropäischen Population von Nymphalis antiopa (Lep.: Nymphalidae), Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz, Quelle: Strann/Nilssen/Straumfors, 1995 - Invasion of Camberwell Beauty Nymphalis antiopa L. and Red Admiral Vanessa atalanta L. (Lepidoptera: Nymphalidae) in North Norway, Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands, Quelle: Huemer, 2004 - Die Tagfalter Südtirols, Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide, Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1 (Referenz auf Quelle: De Lattin et al., 1957 - Die Lepidopterenfauna der Pfalz; erster Teil: Die Tagfalter der Pfalz)
Gelb-Birke Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Schwarz-Erle Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Strauch-Birke Kanada/Labrador Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I (Referenz auf Möschler)
Drüsige Birke Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Hänge-Birke Europa, Frankreich, Schweiz, Deutschland/Baden-Würtemberg, Deutschland/Schleswig-Holstein Quelle: Bergmann, 1952 - Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands, Quelle: Furneaux, 1894 - Butterflies and Moths (British), Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide, Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I, Quelle: Lafranchis, 2000 - Les Papillons de jour de France, Belgique et Luxembourg et leurs chenilles, Quelle: Bühler-Cortesi, 2009 - Schmetterlinge - Tagfalter der Schweiz
Moor-Birke Europa, Deutschland/Baden-Würtemberg, Deutschland/Schleswig-Holstein, Alpenvorland, Nordamerika Quelle: Ochsenheimer, 1807 - Die Schmetterlinge von Europa, Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I (Referenz auf Mar...), Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing (Referenz auf Caroline G. Soule)
Papier-Birke Nordamerika Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing (Referenz auf Caroline G. Soule), Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Hopfenbuche Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Ulmengewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Ulmus ssp. Europa, Deutschland/Baden-Würtemberg, Nordamerika, New York Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I, Quelle: Standfuss, 1896 - Handbuch der paläarkitischen Gross-Schmetterlinge für Forscher und Sammler, Quelle: Felt, 1899 - Report on the Injurious and Other Insects of the State of New York (Referenz auf Cyrus Crosby), Quelle: Scudder, 1899 - Every-day Butterflies: A Group of Biographies, Quelle: Seitz, 1909 - Die Gross-Schmetterlinge der Erde: Eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Groß-Schmetterlinge, Quelle: Moucha/Vancura, 1973 - Schmetterlinge Tagfalter, Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I ("Stadtgebiet von Freiburg", Referenz auf W. Schäfer 1976 sowie M. Koch 1984, "Verdacht auf Verwechslung mit dem Großen Fuchs"), Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide
Amerikanische Ulme Nordamerika Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I, Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing, Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide, (Quelle: /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifJoseph Belicek, pers. comm., 2010)
Feld-Ulme Europa Quelle: Bergmann, 1952 - Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands
Chinesische Ulme (Zucht) Quelle: Do et al., 2005 - Leaf Nutritional Quality and Growth of the Mourning Cloak Butterfly, Nymphalis antiopa
Englische Ulme (Zucht) Quelle: Shapiro, 1981a - Phenotypic Plasticity in Temperate and Subarctic Nymphalis antiopa (Nymphalidae): Evidence for Adaptive Canalization
Sibirische Ulme Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Rot-Ulme Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Ahorngewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Acer ssp. Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Hanfgewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Celtis ssp. Nordamerika Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing, Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide, Quelle: Ramos-Elorduy et al., 2011 - Edible Lepidoptera in Mexico: Geographic distribution, ethnicity, economic and nutritional importance for rural people
Westlicher Zürgelbaum Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Netznerviger Zürgelbaum Nordamerika Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I (Referenz auf Beutenmüller), Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Echter Hopfen Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Rosenengewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Rosa ssp. Nordamerika, Kalifornien Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I (Referenz auf H. Edwards), Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing, Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Malus ssp. British Columbia, Deutschland/Baden-Würtemberg Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I ("angeblicher Raupenfund", Referenz auf Bischoff), Quelle: Guppy/Shepard  , 2001 - Butterflies of British Columbia - Including Western Alberta, Southern Yukon, the Alaska Panhandle, Washington, Northern Oregon, Northern Idaho, and Northwestern Montana ([sic!])
Pyrus ssp. Nordamerika Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing
Rubus ssp. Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Sorbus ssp. Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Weißer Spierstrauch Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
Kultur-Birne Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Maulbeergewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Morus ssp.
Rote Maulbeere Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Ölbaumgewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Weiß-Esche Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Lindengewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Tilia ssp. Europa Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I (Referenz auf Lang; "I should think these errors"), Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing
Amerikanische Linde Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Knöterichgewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Kleiner Sauerampfer Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide ([sic!])

Brennnesselgewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Urtica ssp. Europa Quelle: Scudder, 1889 - The Butterflies of the Eastern United States and Canada with special Reference to New England, Vol. I (Referenz auf Lang; "I should think these errors")
Große Brennnessel Großbritannien Quelle: Furneaux, 1894 - Butterflies and Moths (British) ([sic!])

Rohrkolbengewächse

Pflanze Gebiet Quelle
Sparganiaceae ssp. Nordamerika Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide ("Wandernde ausgewachsene Raupen")

Niklas Janz, Klas Nyblom und Sören Nylin untersuchten im Rahmen einer Arbeit über Raupenfutterpflanzen des Tribus Nymphalini auch den Trauermantel Quelle: Janz/Nyblom/Nylin, 2001 - Evolutionary Dynamics of Host-Plant Specialization: A Case Study of the Tribe Nymphalini. Sie unterschieden Trauermäntel aus Schweden (Stockholm) und den USA (Mount Rainer, Washington State). Sie untersuchten, ob die Raupen die Stadien L1 bis L5 und die Verpuppung erlebten. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse, ein dunkles Feld bedeutet, dass die Raupe das Stadium erreicht hat:

Verträglichkeit von Futterpflanzen (Trauermäntel aus Schweden)
Futterpflanze Raupe L1 Raupe L2 Raupe L3 Raupe L4 Raupe L5 Puppe
Brennnesselgewächse ja ja ja ja nein nein
Ulmengewächse ja ja ja ja ja ja
Weidengewächse ja ja ja ja ja ja
Birkengewächse ja ja ja ja ja ja
Stachelbeergewächse ja nein nein nein nein nein
Rosenengewächse ja ja ja nein nein nein
Korbblütler nein nein nein nein nein nein
Verträglichkeit von Futterpflanzen (Trauermäntel aus den USA)
Futterpflanze Raupe L1 Raupe L2 Raupe L3 Raupe L4 Raupe L5 Puppe
Brennnesselgewächse ja ja ja ja ja nein
Ulmengewächse ja nein nein nein nein nein
Weidengewächse ja ja ja ja ja ja
Birkengewächse ja ja ja ja ja nein
Stachelbeergewächse nein nein nein nein nein nein
Rosenengewächse nein nein nein nein nein nein
Korbblütler nein nein nein nein nein nein

Bezogen auf den gesamten Tribus der Nymphalini war eine besondere Erkenntnis die Präferenz nahezu sämtlicher Arten auf Brennnesselgewächse.

Die Brennnesselgewächse fressenden Raupen des Trauermantels erreichten das Puppenstadium nicht, aber sie nahmen die Nahrung an: Die schwedischen Trauermäntel erlebten L4, die amerikanischen L5.

Hoan-Vu Do untersuchte 2005 Abhängigkeiten zwischen Blattalter und Raupenentwicklung am Beispiel des Trauermantels und der Futterpflanze Chinesische Ulme Quelle: Do et al., 2005 - Leaf Nutritional Quality and Growth of the Mourning Cloak Butterfly, Nymphalis antiopa.

Raupen werden vergleichweise größer und verpuppen sich früher, wenn sie jüngere Blätter fressen. Generell werden jüngere Blätter von den Raupen des Trauermantels gegenüber älteren Blättern bevorzugt.

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Raupenstadium 1 (L1)

Etwa zwei Wochen, nachdem die Eier abgelegt wurden, entschlüpfen ihnen kleine schwarze Räupchen. Hierfür frisst die Raupe in den oberen Bereich des Eies ein kleines Loch durch das es aus dem Ei herauskrabbelt Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Die frisch aus den Eieren geschlüpften schwarzen Räupchen versammeln sich alle auf einem einzigen Blatt, Seite an Seite und Kopf an Kopf zum Blattrand ausgerichtet Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing und suchen dabei gerne die der Sonne abgewandte Seite der Pflanze auf Quelle: Weidemann, 1986 - Naturführer Tagfalter Band 1 - Entwicklung-Lebensweise. In dieser Position knabbern sie am Blatt, anfangs jedoch ohne die Leitbündel anzurühren. Ist ein Blatt aufgefressen, so verlässt die gesamte Raupengruppe das übrig gebliebene Blattgerippe um beim nächsten Blatt den Fraß fortzuführen Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Läuft eine Raupe, dann spannt sie einen seidenen Faden, so dass schließlich ein feines Netz entsteht, welches den Raupen Halt und später auch Schutz bietet Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing, oder als Leiter bzw. Brücke verwendet werden kann Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion.

Nachdem sie etwa eine Woche auf diese Art und Weise gefressen und gesponnen hat, häutet sich die Raupe zum ersten Mal. Die Haut platzt am Rücken auf und sie kriecht mit neuer Haut aus dem alten Kleid heraus Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

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Raupenstadium 2 (L2)

Nachdem die Raupe sich zum ersten Mal gehäutet hat, sind Kopf und Dornenspitzen anfangs noch blass, dunkeln nach einigen Minuten aber ab. Der Körper ist schwarz mit gelb-roten gewürfelten Flecken Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion.

Die Häutungen sind für die Raupen generell sehr beschwerlich und manche Raupe verliert dabei ihr Leben Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion.

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Raupenstadium 3 (L3)

Fressen - Fressen - Fressen...

Trauermantel Raupenkolonie im Gespinst; Foto: Dietmar J. Baumgartner; Treffen bei Villach, Kärtnen, Österreich (12. Juli 2005)

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Raupenstadium 4 (L4)

Fressen - Fressen - Fressen...

Trauermantel Raupenkolonie während Häutung; Foto: Dietmar J. Baumgartner; Treffen bei Villach, Kärtnen, Österreich (12. Juli 2005)

Die nebenstehende Aufnahme von /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifDietmar J. Baumgartner zeigt eine Raupenkolonie während einer Häutungsphase.

Die Raupe unten links häutet sich gerade. Die Häutung der Raupen mit orangem Kopf und weißen Stacheln ist erst kürzlich erfolgt. Zwischen den Raupen sind leere Raupenhüllen zu erkennen.

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Raupenstadium 5 (L5)

Raupe des Trauermantels; Foto: Rüdiger Böhme; Deutschland (27. Juni 2009)

Nach der vierten und letzten Häutung verteilen sie sich über den gesamten Zweig (Quelle: Hesselbarth et al., 1995 - Die Tagfalter der Türkei unter Berücksichtigung der angrenzenden Länder), geschützt durch ein gemeinsam gesponnenes Gespinst Quelle: Weidemann, 1986 - Naturführer Tagfalter Band 1 - Entwicklung-Lebensweise.

Erwachsene Raupen verteilen sich über die gesamte Futterpflanze. /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifDietmar J. Baumgartner beobachtete, dass sich zwei gemeinsam eine Weide bewohnende Raupenkolonien mit fortschreitender Entwicklung in höher Gefilde des Baumes begaben.

Es kann vorkommen, dass die gesamte Futterpflanze kahl gefressen wird Quelle: Weidemann, 1986 - Naturführer Tagfalter Band 1 - Entwicklung-Lebensweise.

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Verpuppung

Verpuppung eines Trauermantels (Sequenz) (Zuchtaufnahme); Die Raupe wurde in der Nähe von Bad Tölz gefunden.; Foto: Franz Prelicz; Landsberg am Lech, Bayern, Deutschland (09. Juli 2016)

Trauermantel Raupe zur Verpuppung angesponnen (Zuchtaufnahme); Foto: Dieter Stüning; Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (ca. 1995)

Zur Verpuppung - nach WikipediaAugust Johann Rösel (1705-1759) "Ein Werk, das ein vernünftiger Mensch nicht anders als mit der grösten Aufmerksamkeit betrachten kan." Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion - verlassen die Raupen die Futterpflanze um einen geschützten Platz zu suchen.

Auf der Verpuppungsstelle spinnt die Raupe ein seidenes Netz, in das es die mit Häkchen versehenen hinteren Beine hängt, um so kopfüber nach unten hängend einige Stunden zu verharren.

Schließlich reißt die Haut auf der Rückseite direkt hinter dem Kopf auf und wird peu à peu nach durch Bewegung des Körpers nach oben abgestreift. Noch hat der Körper eine eigenartige Form, aber schon bald nimmt er die Puppenform an Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

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Lebensraum der Puppe

Trauermantel Raupe zur Verpuppung angesponnen (Zuchtaufnahme); Foto: Dieter Stüning; Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (ca. 1995)

Zum Verpuppen verlassen die Raupen des Trauermantels die Futterpflanze, wobei sie bisweilen große Entfernungen zurück legen.

Typische Verpuppungsorte sind (meistens in Bodennähe):
  • Halme und Sprossen der niederen Vegetation
  • Mauer- oder Felsritzen
  • Mauervorsprünge
  • Vorspringende Gebäudeteile

Die Spitze des Hinterleibs ist durch einen von der Raupe produzierten Seidenfaden z.B. an einem Stengel, einem Ast oder Stein befestigt.

Trauermantel Raupe zur Verpuppung angesponnen; Eine von 5-8 Raupen/Puppen auf ca. 1.400 Metern Höhe.; Foto: Per Hoffmann Olsen; Muerzzuschlag, Steiermark, Österreich (03. August 2002)

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Lebensspanne der Puppe

Trauermantel Puppe an Zweig hängend (Zuchtaufnahme); Foto: Gerd Lintzmeyer; Lichtetal, Thüringen, Deutschland (Juli 1999)

Die Lebensdauer der einbrütigen Trauermantel-Puppe beträgt in Deutschland im Mittel etwa 17 Tage (zwischen 12 und 22 Tagen) Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands.

Die Puppenphase endet in Europa für gewöhnlich im Juli mit dem Schlupf der Falter. Bei skandinavischen Populationen erfolgt der Schlupf etwas später im August/September.

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Schlupf

Vier frisch geschlüpfte Trauermäntel (Zuchtaufnahme); Die gezüchteten Falter entstanden aus bei Bad Tölz gefundenen Raupen.; Foto: Franz Prelicz; Landsberg am Lech, Bayern, Deutschland (24. Juli 2016, 09:40 Uhr)

Die Flügel des geschlüpften Falters sind zuerst sehr klein, aber Körper, Fühler und Beine sind bereits in voller Größe ausgebildet Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Mit Hilfe der Beine klammert sich der Falter an die leere Puppenhülle und die Flügel werden bis zu ihrer endgültigen Größe ausgedehnt. Dafür sucht der Falter eine Position, in der die Flügel nach unten hängen gelassen werden können. Dann sondert der frische Falter eine blutähnliche rote Flüssigkeit ab, das sog. Mekonium Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion. Schließlich bewegt sich der Falter von der Puppenhülle zu einem anderen Ruheplatz fort und verbleibt dort für eine halbe Stunde oder länger.

Schlüpfender Trauermantel (Zuchtaufnahme); Foto: Dieter Stüning; Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (ca. 1995)

Gegen Ende dieser Phase werden die Flügelmuskeln erstmalig ausprobiert und dann fliegt der Falter fort Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing, "so gut, als wenn er wer weiß wie lange, schon geflogen wäre." Quelle: Rösel, 1746 - Insecten-Belustigung erster Theil. Der Tagvögel erste Classe. N. 1. Die grosse gesellige Dornen-Raupe mit gelb-rothen Flecken, und ihre Verwandlung bis zum Papilion.

Zu welcher Tageszeit schlüpfen die Falter für gewöhnlich?
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Lebensraum des Falters

Der Trauermantel streift weit umher, daher kann man ihn im Prinzip in einer Vielzahl von Biotoptypen finden: In Laub- und Nadelwäldern, Niederungen, trockenen Felsschluchten, Parks, Vorstadtgärten und auch hoch in den Bergen bis auf eine Höhe von etwa 2000m. Auch an Küsten und sogar auf dem offenen Meer lässt sich der Falter antreffen.

Generell handelt es sich um eine mesophile Waldart Quelle: Huemer, 2004 - Die Tagfalter Südtirols. Der Trauermantel zeigt eine Tendenz zu kühl-klimatischen Biotopen Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1 mit höherer Luftfeuchte Quelle: Weidemann, 1986 - Naturführer Tagfalter Band 1 - Entwicklung-Lebensweise. Der Trauermantel wählt gerne geschützte, Wind und Sonne nicht voll ausgesetzte Stellen Quelle: Schulte et al., 2007a - Die Tagfalter der Pfalz, Band 1.

Hügelland (kollin) oder Berge (montan) werden vom Trauermantel präferiert Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I, man findet ihn aber auch im Hochgebirge (#subalpin#) Quelle: Huemer, 2004 - Die Tagfalter Südtirols. In Deutschland kommt er regelmäßig hauptsächlich in höheren Lagen vor. In tieferen Lagen sind nordexponierte Hänge und weniger besonnte "abflusslose" Wiesentäler (mit Bächen) erforderlich, in denen sich die Kaltluft staut Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz.

Habitat des Trauermantels mit Salweide, Zitter-Pappel und Eiche; Foto: Gerd Lintzmeyer; Zeitzer Forst, Sachsen-Anhalt, Deutschland (18. Juli 2006)

Habitat des Trauermantels; Zur Zeit der Aufnahme waren gleichzeitig Kleiner Schillerfalter (rot und blau), C-Falter, Tagpfauenauge, Admiral, Zitronenfalter, Landkärtchen und Faulbaum-Bläuling in unmittelbarer Nähe.; Foto: Gerd Lintzmeyer; Zeitzer Forst, Sachsen-Anhalt, Deutschland (Juli 2006)

Der Trauermantel ist kein Bewohner dicht geschlossener Hochwälder Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I, sondern fliegt bevorzugt an Flüssen, Bächen und Teichufern, insbesondere, wenn in deren Umfeld auch die Futterpflanzen der Raupen häufig vertreten ist Quelle: Moucha/Vancura, 1973 - Schmetterlinge Tagfalter.

Er patroulliert gerne breite Waldwege und nutzt diese auch als Ruheplatz zum Einfangen warmer Sonnenstrahlen Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands.

Habitat des Trauermantels; Ein Trauermantel jagte kurz vor der Aufnahme in hohem Tempo einen anderen wesentlich kleineren Schmetterling. Die beiden Falter flogen etwa 3 Meter über dem Fluss. Das Klima ist innerhalb der Schlucht feucht-kalt, an offenen Stellen wie an der fotografierten Brücke feucht-warm. Die Hänge der Schlucht sind an dieser Stelle nord/süd-exponiert. Nicht weit entfernt wurde auch ein Großer Fuchs gesichtet.; Foto: Ingo Daniels; Caramanico Terme, Orfento-Schlucht, Abruzzen, Italien (10. Mai 2008)

Mit welchen anderen Tagfaltern kommt der Trauermantel oft gemeinsam an einem Ort vor?

Der Trauermantel gilt als Biotopkomplexbewohner, also als eine Art, deren Lebensfunktionen (Eiablage, Raupenwachstum, Paarung, Nahrungsaufnahme der Falter) sich über mehrere verschiedene Biotope erstreckt Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands.

Habitat des Trauermantels; An diesem kleinen lichten Birkenwäldchen im Botanischen Garten von Berlin-Dahlem hielt sich ein Trauermantel etwa 40 Minuten lang auf. Hinter dem Birkenwäldchen liegt ein Areal mit ein paar Weiden.; Foto: Ingo Daniels; Berlin-Dahlem, Botanischer Garten, Deutschland (22. März 2012, 13:09 Uhr)

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Lebensspanne des Falters

Europa

Die Lebensdauer des einbrütigen Trauermantel-Falters beträgt im Mittel 300 Tage (zwischen 280 und 320 Tagen) - also 43 Wochen Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands. Einen Großteil dieser Zeit verbringt der Falter jedoch in Sommer- oder Winterruhe (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa): Sommerruhe und /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa): Überwinterung).

Einschub

Für gewöhnlich ist einem der Puppe entschlüpften Tagfalter nur eine kurze Lebensdauer vergönnt. Das Gros der Falter wird nur zwischen 2 und 3 Wochen alt. Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Verteilung der durchschnittlichen Lebensdauer der in Deutschland vorkommenden Tagfalter (aus Quelle: Settele et al., 1999 - Die Tagfalter Deutschlands[Settele et al., 1999]):

Lebensdauer der Tagfalter Deutschlands
  7% 1 Woche
  39% 2 Wochen
  30% 3 Wochen
  10% 4 Wochen
  7% 5 Wochen
  1% 6 Wochen
  1% 14 Wochen
  1% 15 Wochen
  1% 37 Wochen
Trauermantel 1% 43 Wochen
  2% 46 Wochen
  1% 49 Wochen

In Deutschland schlüpft der Trauermantel etwa Mitte Juli bis August. Der genaue Schlupfzeitpunkt hängt u.a. von der Höhe der Gebiets ab, in dem der Falter seine Präimaginalstadien durchlebt: Falter in niedrigeren Lagen schlüpfen für gewöhnlich zu einem früheren Zeitpunkt, als Falter in höheren Lagen. Existieren zum Schlupfzeitpunkt ungünstige Wetterbedingungen, so können die Falter durchaus einige Wochen ohne Nahrungsaufnahme auf einen geeigneten Ausflugzeitpunkt warten Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae).

Der Trauermantel fliegt nach dem Schlupf nur für einen kurzen Zeitraum, denn schon bald sucht er ein Ruhequartier auf, um eine länger andauernde Sommerruhe zu halten (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa): Sommerruhe). Direkt vor oder nach dieser Ruhephase streift er oft weit umher Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz und wandert unter Umständen auch in entferntere Gebiete ab Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae).

Etwa mit Beginn des Herbstes kommt es zu einer Phase erneuter Flugaktivität, in welcher der Falter Energiereserven für die bevorstehende Überwinterung aufbaut. In dieser Zeit lassen sich die Falter gerne auf sonnigen Plätzen nieder um mit ausgebreiteten Flügeln zu sonnen Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Nach der Überwinterung fliegt der Trauermantel wieder bis zur Paarung (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifEntwicklung des Trauermantels (Nymphalis antiopa): Fortpflanzung), die etwa Anfang Juni stattfindet.

Amerika

In den USA gilt der Trauermantel als Frühlingsbote ("harbinger of spring"): Schon im Februar kann er bei Flügen über noch verschneitem Gebiet angetroffen werden. Seine Körpertemperatur kann er durch "isometrisches Zittern/Schütteln" (Schüttelfrost - "isometric shivering") um bis zu 15 Grad über der Umgebungstemperatur erhöhen (Quelle: Cech/Tudor, 2005 - Butterflies of the East Coast: An Observer's Guide mit Verweis auf Quelle: Douglas, 1987 - The Lives of Butterflies).

Die Flugzeiten des Trauermantels hängen davon ab, ob der Falter in der Region einbrütig oder zweibrütig ist. Die Anzahl der Generationen werden durch den Breitengrad und/oder der Höhe des Gebiets bestimmt Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide.

Der Trauermantel ist einbrütig
  • im Norden Amerikas und in Gebirgsregionen Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide
  • in den Bergen der WikipediaSierra Nevada Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States mit Referenz auf (Emmel & Emmel, 1962)
  • im Norden und Süden WikipediaNew Hampshires Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing
  • in Zentral und Nord- WikipediaNeuengland Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing
Der Trauermantel ist zweibrütig
Der Trauermantel ist dreibrütig
  • vermutlich im Valley Migratory Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide

Trauermantel ssp. lintnerii und Polygonia interrogationis; Der 3. Mai 2012 war ein bedeutsamer Tag. Ein erster Einwanderungsstrom von Polygonia interrogationis (Engl.: Question Mark) erfolgte bereits Mitte April. Aber am 2. Mai kam es zu einer weiteren sehr großen Einwanderungswelle, die die Landfläche Ontarios im äußersten Südwesten erreichte, insbesondere am Point Pelee. Beteiligt waren auch Trauermäntel ssp. lintnerii und in gewaltiger Anzahl sehr große, sehr dunkle Polygonia interrogationis. Offensichtlich erreichten die Falter an ihrem zweiten Tag in Kanada den High Parc in Toronto. Der High Parc ist etwa 1,6 * 1 km groß und wird von der Stadt umschlossen. Er ist aber nahe genug am Ontariosee, so dass sich häufig ungewohnte Einwanderer einfinden. Für die Einwohner Torontos ist dies der beste Platz zur Schmetterlingsbeobachtung.; Foto: Bob Yukich; Toronto, Ontario, Kanada (03. Mai 2012)

Falter mit einer Generation fliegen in etwa von Juli bis zum Juni des folgenden Jahres Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide.

Falter mit zwei Generationen fliegen in etwa von Juni bis August und von August bis Mai des folgenden Jahres Quelle: Scott, 1986 - The Butterflies of North America - A Natural History and Field Guide. So beginnt beispielsweise bei den zweibrütigen Faltern in WikipediaWisconsin/USA die erste Generation Ende Juni bis Mitte Juli. Die zweite Generation hat ihren Anfang zwischen Ende August und Ende Oktober Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States.

Die erste Generation der zweibrütigen Falter aus Zentral- und Süd- WikipediaNeuengland erscheint im Juli. Die zweite Generation Falter folgt im frühen September Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Nachdem die Falter geschlüpft sind, fliegen sie einige Tage und ziehen sich dann in kalte Wälder zurück, um eine Sommerruhe zu halten Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa): Sommerruhe).

Allen M. Young untersuchte in WikipediaWisconsin über einen Zeitraum von mehreren Jahren die dort zweibrütigen Trauermäntel und kam zu folgenden Erkenntnissen: Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States

Die Paarung der Falter findet etwa 48 Stunden nach dem Schlupf statt. Danach oder spätestens während der folgenden Überwinterung sterben die Männchen ab. Nur die in der Regel eiablagebereiten Weibchen erleben das folgende Frühjahr. Nachdem die Weibchen ihr Überwinterungsversteck verlassen haben, legen sie einige Wochen später an den frisch austreibenden Pflanzen ihre Eier ab. Die Falter haben eine Tagesflugzeit von ca. 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr und sind auch schon bei Temperaturen von 12-16 Grad Celsius anzutreffen. Für die zweite Generation sind die Verhältnisse ungleich schwieriger, als für die erste Generation. Die bestimmenden Faktoren sind hier Temperatur, Nahrungsangebot und Feinde. Young schließt daraus, dass Falter der zweiten Generation tendenziell sesshafter sind.

Ist der Falter in Europa oder Asien auch zweibrütig? Wenn ja, wo?
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Nahrung des Falters

Der Trauermantel saugt mit seinem Rüssel gerne an Holzsäften verletzter oder gefällter Bäume, vorzugsweise an Eichen und Birken. Diese energiereiche Nahrung ermöglicht eine schnelle Energieaufnahme, die gerade im Frühjahr sehr vorteilhaft ist. Dabei saugt er auf der Rinde sitzend zu meist kopfüber, also mit dem Kopf zum Boden gerichtet.

In den USA wurde der Trauermantel dabei beobachtet, wie er den austretenden Saft des Ahorns an Stellen von Eichhörnchen angenagter Rinde saugt. Auch Blattlaus-Honigtau saugt er manchmal von verklebten Blättern befallener Pflanzen ab. Im April und Mai besuchen die Falter der USA auch die Blüten des Streifen-Ahorns und später die der Gewöhnlichen Seidenpflanze Quelle: Weed, 1917 - Butterflies worth knowing.

Nach der Überwinterung dienen meistens blühende Weiden als erste Nahrungsquelle. Aber es werden auch Blütenpflanzen (in Siedlungsbereichen oft an Schmetterlingsflieder-Blüten) aufgesucht. Nasse Erde dient gelegentlich als Wasserquelle Quelle: Weidemann, 1988 - Naturführer Tagfalter Band 2 - Biologie-Ökologie-Biotopschutz. Im Herbst findet man den Trauermantel an überreifem Obst saugend.

Ein Trauermantel saugt zusammen mit einem C-Falter an überreifen sauren Kirschen; Foto: Stefan Höhnel; 01768 Glashütte, Sachsen, Deutschland (ca. 1992)

Trauermantel an Fallobst (Mirabellen) saugend; Neben insgesamt vier Trauermäntel fanden sich viele andere Schmetterlinge, Wespen und Hornissen an den Mirabellen.; Foto: Heike Sörensen; Selk (bei Schleswig), Schleswig-Holstein, Deutschland (11. August 2006)

In den von Allen M. Young durchgeführten Untersuchungen in WikipediaWisconsin/USA (Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States[Young, 1980]) wurde eine interessante Beobachtung im Zusammenhang mit dem Saftfluss verletzter Bäume gemacht:

In den Vormittagsstunden suchen Gelbbauch-Saftlecker regelmäßig die gleichen Bäume auf, um sie mit ihrem Schnabel zu bearbeiten. Der dadurch ausgelöste Saftfluss wird vom Trauermantel als primäre carbohydratreiche Nahrungsquelle genutzt. Da der Saft schnell trocknet und hart wird, versiegt die Quelle in den Mittagsstunden.

Trauermantel an einem Köder; Mika Schafroth lockte mit einem Köder aus Bier, dunklem Sirup, Hefe und Balsamico einen Trauermantel an.; Foto: Mika Schafroth; Espoo, Finnland (01. August 2014)

Trauermantel in einem Turnschuh; Diesen in einem Wanderschuh saugenden Trauermantel entdeckte Anke Baumgart in Nord-Schweden.; Foto: Anke Baumgart; Harads, Schweden (02. August 2014)

Ebenso wie einige andere Tagfalter saugt der Trauermantel an Schweiß (siehe /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifVerhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa): Zutraulichkeit), auch an Aas wird gesaugt Quelle: Gu, 2014 - Animal biodiversity and food web restoration based on large vertebrate carcasses[Gu, 2014].

Insbesondere im britischen Raum finden sich Darstellungen, der Falter könne nachts durch in Sirup oder in Saft verletzter Eichen getränkte Papierstreifen angelockt und gefangen werden Quelle: Williamson, 2002 - Nature Trails: A bashful beauty.

Ebenfalls anlocken lassen sich die Falter durch vergorene Ananas-Stücke in Käseleinen-Beutel Quelle: Young, 1980 - Some observations on the natural history and behavior of the Camberwell Beauty (Mourning Cloak) butterfly, Nymphalis antiopa (Linnaeus) (Lepidoptera; Nymphalidae) in the United States. Ein guter Köder ist ferner eine einen Tag vergorene Mixtur aus zerdrückten überreifen Bananen, zerkleinerter Dosen-Ananas, Zucker und Bier Quelle: Chermock, 1952 - The Use of Bait to Attract Butterflies.

Trauermantel auf Schmetterlingsflieder; Foto: Thomas Ziebarth; Unterschönau, Thüringen, Deutschland (05. September 2005)

Trauermantel bei einer Saftschaummahlzeit; Zwei Wochen lang im August 2009 zogen lagernde Buchenstämme eine große Schar Insekten an. Herausquellender Saftschaum war Attraktion für Hornissen, Wespen, Fliegen und vor allem für die Waldfalter, darunter eine kleine Gruppe frischer Trauermäntel. Hier im Reinhardswald, dem Südrand des Weserberglandes, ist der Trauermantel eher selten beobachtbar – weniger regelmäßig als Großer Eisvogel und Kleiner Eisvogel oder Großer Schillerfalter und neuerdings auch Kleiner Schillerfalter.; Foto: Andreas Pix; Reinhardswald, Oberweser-Bergland, Deutschland (August 2009)

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Fortpflanzung

Die Weibchen halten sich häufig versteckt Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae) oder fliegen ohne Bindung an ein Revier umher.

Ein Weibchen zeigt einem Männchen seine Kopulationsbereitschaft, indem es mit den Flügeln kurz und intensiv flattert Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I.

Trauermantel auf einem lichten Waldweg bei der Copulation; Foto: Rüdiger Böhme; Glietz, Märkische Heide, Brandenburg, Deutschland (01. April 2008, 14:00 Uhr)

Trauermantel bei der Paarung; Trauermantel bei der Paarung.; Foto: Urmas Ojango; Raudoja, Harjumaa, Estland (14. Mai 2013)

Mittag oder Frühnachmittag ist die übliche Tageszeit für die Paarung Quelle: Schricker, 1988 - Beobachtung der Balz und Paarung bei Nymphalis antiopa (LINNAEUS, 1758) im Freiland Quelle: Roer, 1970 - Untersuchungen zum Migrationsverhalten des Trauermantels (Nymphalis antiopa L.) (Lep., Nymphalidae).

Die am Boden statt findende Kopulation Quelle: Ebert/Rennwald, 1991 - Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1, Tagfalter I dauert etwa 90 Minuten Quelle: Schricker, 1988 - Beobachtung der Balz und Paarung bei Nymphalis antiopa (LINNAEUS, 1758) im Freiland und schon bald danach beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Die Eiablage kann die in mehreren Schüben stattfinden. Nicht viel später stirbt das Weibchen.

Leben Männchen länger als Weibchen? Suchen sie mehrere Paarungspartner auf?

Zwei Trauermäntel paarend unter einem toten Baumstamm; Zwei Trauermäntel paarend unter einem toten Baumstamm im Limerick Forest.; Foto: Beatrice Laporte; Wolford-Merrickville, Ontario, Kanada (02. Juni 2013)

/PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifBeatrice Laporte entdeckte im Juni 2013 zwei Trauermäntel, die sich unüberlicherweise kopfüber unter einem toten Baumstamm paarten.

Männliche und weiblichen Falter finden visuell zusammen. Es wird vermutet, dass ein Männchen ein Weibchen erst beim Kreisflug erkennt Quelle: Hesselbarth et al., 1995 - Die Tagfalter der Türkei unter Berücksichtigung der angrenzenden Länder.

Ab einer Tageslänge von 16 Stunden werden durch den Trauermantel genügend juvenile Hormone erzeugt werden, so dass eine Kopulation und Oviposition möglich ist Quelle: Herman/Bennett, 1975 - Regulation, female specific protein production and male and female reproductive gland development by juvenile hormone in the butterfly Nymphalis antiopa.

Wenn sich die Weibchen während der Balzzeit oft versteckt halten, wie finden sie dann einen Partner? Vermutung: Da sie keine Revierbindung haben, werden sie bei ihren seltenen Flügen beim Eindringen in männliche Reviere sofort von auf der Lauer liegenden Männchen identifiziert.
Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich. Wie erkennen sie das andere Geschlecht? Vermutung: Durch die Art und Weise zu fliegen. Vielleicht sind Trauermäntel auch ähnlich wie andere Tiere in der Lage, ultraviolette Farben zu sehen? Die Flügel weiblicher oder männlicher Falter könnten sich im ultravioletten Licht unterscheiden. Siehe hierzu /PicturesNA/Misc/spacer_10_10.gifSpektrum der Wissenschaft 01/2007: Vögel sehen die Welt bunter.
Wird der Prozess des Findens zwischen Männchen und Weibchen durch Pheromone unterstützt? Vermutung: Eher nein, da dies zwar bei Nachtfaltern verbreitet, bei Tagfaltern aber äußerst selten ist
Gibt es typische Balzplätze?
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